Die Food Metapher Teil 3

Ein Beispiel, bei dem es auch um Software und Hardware ging,

aber ein völlig anderes Nahrungsmittel als FoodMetapher gewählt wurde.
Anlass waren die Messen Electronica und Embedded System. Die Firma war Spezialist u.a. für debugger, controller, compiler. Sie stellte also Werkzeuge her, um Software für embedded Systeme zu entwickeln. Ein sicherlich hochkomplexes Thema. Es wurde eine Theke  mit verschiedenen Ebenen
gebaut – angefangen bei der Anwenderebene über die Betriebssystemebene bis hin zur Prozessorebene. Als FoodMetapher wurde auf der Anwenderebene Hardware zubereitet: gebrannte Mandeln. Die eigentliche FoodMetapher entstandt beim Abfüllen der Mandeln in Spitztüten über sprachliche Assoziationen zu den Produktdetails.

Wie entwickle ich selbst eine FoodMetapher …

Der Arbeitsablauf ist folgender:

  1. Herausarbeiten des Produktnutzens
  2. Ideenfindung mittels bestimmter Techniken
  3. Auswahl und Umsetzung der Idee in die ProduktMetapher

Herausarbeiten des Produktnutzens

Sie kennen natürlich den Nutzen Ihres Produktes. Daher muss ich hier nicht viel schreiben. Ich persönlich zerlege, für unsere hausinterne Entwicklungsarbeit, den Nutzen in seine einzelnen Aspekte. Also dieses Produktmerkmal stiftet folgende Nutzen… Die daraus entstandene Liste gibt einen guten Überblick, als Ausgangbasis für den nächsten Schritt.

Ideenfindung mittels bestimmter Techniken

Für die FoodMetapher müssen nur drei Elemente definiert werden.

  • Ein Nahrungsmittel, dessen Eigenschaften sinnige Parallelen zum Produkt aufweist.
    Eine sprachliche Metapher, mit welcher die Brücke zum Produktnutzen geschlagen wird.
  • Außerdem sollte das Nahrungsmittel einfach zu produzieren sein.
  • Für eine Messeshow ist es zusätzlich wichtig, dass das Nahrungsmittel appetitlich live vor den Gästen
    zubereitet und ansprechend mit wenig Aufwand verteilt werden kann.

Das hört sich an wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Glücklicherweise gibt es beim Messetraining dafür Werkzeuge, bestimmte Kreativitätstechniken, die ich Ihnen hier vorstelle. Damit diese beim Messetraining zuverlässig funktionieren, bedarf es einiger Grundvoraussetzungen:
Die Grundvoraussetzungen zur Ideenfindung:

Versammeln Sie Ihr Konzeptionsteam, für eine Ideensuche, zu kurzen max. 30 min. ungestörten Brainstormingrunden. Die nachfolgend beschriebenen Kreativitätstechniken und Fragen können Ihrer
Brainstormingrunde als Anregung dienen. Falls Sie ohne externen Moderator arbeiten, empfiehlt sich eine Gruppengröße von max. sieben Teilnehmern. Definieren Sie einen Verantwortlichen für den Prozess (Dokumentation, Zeiteinhaltung, Leitung durch die einzelnen Schritte). Ermöglichen Sie beim Messetraining eine demokratische Sitzposition mit evtl. rundem Tisch und sorgen für eine entspannte Atmosphäre (Getränke, Knabbereien, frische Luft etc.). Denken Sie in der ersten Ideenfindungsphase noch nicht an die Umsetzbarkeit oder Finanzierbarkeit Ihrer Assoziationen. Achten Sie darauf, dass keine Idee bewertet wird, jede Idee muß positiv aufgenommen und weiterentwickelt werden. Machen Sie Ihr Team bewußt frei von dem Anspruch, kreativ oder originell zu sein. Oftmals sind die einfachen und naheliegenden Lösungen die Schönsten!
Machen Sie das Assoziationsobjekt, z. B. Ihren Firmennamen, für alle Teilnehmer sichtbar (z.B. auf
dem Flipchart). Jede Idee wird aufgezeichnet und dem Assoziationsobjekt zugeordnet. Benutzen Sie,

 … zum 4.ten Teil des Artikels

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