Die Food Metapher Teil 4

Grundvoraussetzungen zur Ideenfindung:

Achten Sie darauf, dass keine Idee bewertet wird, jede Idee muß positiv aufgenommen und weiterentwickelt werden. Machen Sie Ihr Team bewußt frei von dem Anspruch, kreativ oder originell zu sein. Oftmals sind die einfachen und naheliegenden Lösungen die Schönsten! Machen Sie das Assoziationsobjekt, z. B. Ihren Firmennamen, für alle Teilnehmer sichtbar (z.B. auf dem Flipchart). Jede Idee wird aufgezeichnet und dem Assoziationsobjekt zugeordnet. Benutzen Sie, wenn Ihnen die Methode vertraut ist, Mind Mapping zum ordnen Ihrer Assoziationen. Für meine Brainstormingrunden im Rahmen der Messeerfolgsbegleitung verwende ich u.a folgende Technik:

Technik: „Fragespiel“
Sie finden dabei Assoziationen und Anregungen um Ihr Produkt visuell, auditiv, kinästhetisch und haptisch erfahrbar zu machen. Ich setze diese Fragen oft ein, wenn es konkrete Informationen zu kommunizieren gilt. Benennen Sie zunächst den Namen, die Dienstleistung, den Produktnutzen oder Ihr Alleinstellungsmerkmal etc. (im folgenden meist „Assoziationsobjekt, kurz AO“ genannt) welches Sie mittels der FoodMetapher kommunizieren möchten. Bei dieser Technik erhalten Sie viele Assoziationsvorschläge pro Frage. Akzeptieren Sie immer alle Assoziationen die Ihnen in den Sinn kommen. Diese Assoziationen werden erst beim Auswahlprozess laut vorgelesen und reduziert.

Meine Assoziationsfragen beim Messeworkshop:
Schreiben Sie mindestens 20 sprachliche Assoziationen zu Ihrem Produkt, Nutzen, Firmennamen evtl. Messemotto oder Anlass auf.z.B.

  • gibt es Reime
  • welche Wortspiele fallen Ihnen ein
  • Alliterationen
  • Was entsteht bei Buschstabenverdrehungen
  • gibt es Anklänge zu Liedern, Redensarten, Filmen …
  • Gibt es ein Lebensmittel, welches sinnbildlich Ihre Produkteigenschaften aufweist?
  • Gibt es eine Darreichungsform des Lebensmittels, welches ein Sinnbild für Ihre Produkteigenschaften aufweist?

Auswahl und Umsetzung der Idee in eine Produkt Metapher

Sie haben jetzt eine Fülle an Nahrungsmittelideen und Sprachbildern. Möglicherweise vom Popcorn
bis hin zum 5 Gänge Menue mit Champagner. Was jetzt noch fehlt, ist die Reduzierung der Vorschläge auf ein einziges Nahrungsmittel und die sprachliche Verknüpfung des Nahrungsmittels mit Ihren Produktvorteilen.

Welche davon ist die optimale FoodMetapher? Nach welchem Rezept wählen wir die leckerste Idee aus?

Meine Methode beginnt mit einem gemütlichen Espresso in einem Café.  Nachdem wir zuvor den Ideenkatalog einige Tage auf die Seite gelegt haben, lesen wir den Katalog im Café erneut durch. Dann entscheiden wir uns spontan für eine Idee die uns gefällt. In der Regel ist das die beste Idee für unsere Anforderungen. Vorallem wenn auf den zweiten Blick sofort alle möglichen Gründe dagegensprechen.

Natürlich checken wir sie dann noch auf Machbarkeit ab und ob sie zur Corporate Identity des Kunden passt. Außerdem spreche wir mit einem neutralen Aussenstehenden darüber, um Betriebsblindheit zu vermeiden. Meistens muss auch die sprachliche Verknüpfung zum Produkt überarbeitet werden.

Aber zuerst entscheiden wir uns sehr schnell für eine Idee und prüfen im nächsten Schritt ob sie machbar ist. Und wenn dann die Idee nicht passt, weil sie wirklich auf gar keinen Fall und in keiner Weise umgesetzt werden kann, freuen wir uns auf den zweiten frischen Espresso, die nächste Auswahlrunde mit dem Team und dem Kunden. Würden wir zuerst alle Ideen zerpflücken und auf Machbarkeit und political correctness überprüfen, bliebe zum Schluss nur der kleinste Nenner übrig. Das wäre zwar sicherlich eine FoodMetapher, aber ob sie begeistert ist fraglich. Viel Freude beim Einsatz einer Food Metapher bei Ihrer nächsten Messe.

Im Rahmen einer Messeerfolgsbegleitung unterstützen wir Sie bei diesem und anderen Schlüsselfaktoren, für Ihren nachhaltigen Messeerfolg.

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