Podcast: 2. Teil des Interviews mit Prof. Luppold


Marktplatz zu sein, Märkte zusammenzuführen oder zu erschließen, Beispielsweise aber auch Innovationen zu fördern, und das tun wir nicht, indem wir die Zahl quantitativ dessen messen, was wir an Fläche belegt haben, sondern, indem wir überlegen, wie kann eine intelligente Kommunikation erfolgen, die Ganzheitlich ausgerichtet ist und die gleichzeitig auch dem Anspruch genügt, verschiedene Zielgruppen mit den Richtigen Inhalten zu versorgen.

MK: Ist das auch so der Überbegriff für hybride Messe, hybride Kongressmesse, wie Sie es genannt haben im Artikel?

PL: Ja, könnte man so sagen, mit dem Begriff hybride Veranstaltungen oder hybride Events geht klassischerweise einher: der Unterschied von Livekommunikation auf der einen Seite und der digitalen Welt, also virtueller Wirklichkeit auf der anderen Seite. Und ganz typischerweise haben wir im Messegeschehen die Problemstellung: die Menschen treffen sich kurz zur Messe und dann ist es auch schon vorbei.

MK: Genau.

PL: Der Kommunikationsprozess beginnt aber viel früher und sollte idealerweise auch fortgesetzt werden.

MK: Ja

PL: Und wenn wir streng genommen einen idealtypischen Prozess designen, dann stellen wir fest, dass wir uns über Jahre hinweg immer wieder verständigen. Es gibt ein paar Peaks, ein paar Spitzen, und zwar diejenigen, bei denen wir uns dann auch tatsächlich treffen, das mögen etwa die Messen selbst sein, aber vorher und hinterher, wollen wir die Kommunikation auch führen.

Dies können wir beispielsweise tun durch eine virtuelle Komponente, also Portale, bis hin zu ganz simplen Dingen, etwa den Updates durch E- Mails.

Hybrid heißt eben auch einheitlich. Der Kommunikationsprozess sollte, wenn er sich aus diesen beiden Elementen speist, also virtuell und Livekommunikation, dann immer im Kontext eines ganzheitlichen Konzepts gesehen werden. Also nicht das eine tun und

 

… zum 3.ten Teil des Interviews mit Prof. Luppold.