Podcast : 3. Teil des Interviews mit Prof. Luppold


P.L.    ….und das andere tun, sondern eines tun mit beiden Instrumenten.

MK: Haben Sie uns da vielleicht für die Hörer vom Messepowerpodcast ein praktisches Beispiel, an dem man das ein bisschen besser fassen, praktisch erahnen kann?

PL: Ja, ich hatte in einem Beitrag vor kurzem darüber geschrieben, wie ein großes deutsches Unternehmen, ein international agierender Konzern mit diesem Thema umgeht – und in diesem Fall konnte man sehen, dass es eine integrierte Kommunikation gab, weil im Vorfeld des Messeauftritts bereits alle relevanten Zielgruppen adäquat angesprochen wurden. Und da geht es jetzt nicht nur um ein Messemailing, um eine Einladung, sondern durchaus um die Thematisierung.

Also um es konkret zu machen, es geht um Energieeffizienz, um modernes Leben, um den Umgang mit dem Thema Energie in der Zukunft und der intelligenten Nutzung von Gebäuden.

Das Ganze kann thematisiert werden, durchaus bevor die Messe an sich stattfindet.  Das heißt, da wird eine awearness für das Thema auf dem Messestand geschaffen.  Die Menschen sind offen für das Thema, sie beschäftigen sich damit und sie gehen dann schließlich auch auf die Messe, um sich am Beispiel der dort ausgestellten Technologie anzuschauen, wie das dann sein kann – im Idealfall.

Nun verlassen die die Messe und wir wissen, dass ganz rapide, praktisch schon auf dem Weg zur Garderobe, oftmals die Erinnerungen an das Geschehen verblasst.

Das heißt, die Besucher der Messe wissen z.B. nicht mehr richtig, in welchem Eingang sie denn ihre Mäntel abgegeben haben und schon sind sie weg vom Thema, das heißt für uns als Aussteller, wir müssen nachhaltig arbeiten, wir müssen die Kommunikation fortsetzen. Das tun wir dann, wenn wir nun wieder mit virtuellen Komponenten, weil wir die Menschen ja nicht mehr am Stand haben, an den Themen weiterarbeiten. Das können wir tun, idealerweise bis zur nächsten Messe.

Dazu brauchen wir aber eine insgesamt durchgängige Linie und eben nicht nur einen Unterschied der Kommunikationsmittel, sondern ein zusammenfassendes Element, zum Beispiel ein Thema, das sich langfristig auf diesen verschiedenen Kanälen entwickelt.

MK: Vielen Dank, wenn Sie Messen als ein Element der integrierten Kommunikation betrachten? Was ist dann der Hauptnutzen der Messe, des singulären Messetreffens an sich?

… zum 4.ten Teil des Interviews mit Prof. Luppold.