Campen statt lange Fahrt zum Messehotel

 Angesichts der teils exorbitanten Preise für ein Messehotel  ist es verwunderlich, dass bisher nur relativ wenige Aussteller und Besucher die Übernachtung auf dem Campingplatz in Erwägung ziehen, dabei wird dies von verschiedenen Veranstaltern, z.B. in Hannover oder Düsseldorf explizit angeboten. Für 25 Euro Standplatzgebühr zuzüglich Strom, gibt es einen Platz für den eigenen Wohnwagen. Ergänzend gibt es Anbieter, die Wohnwagen für ca. 40 Euro am Tag vermieten und sogar auf den Campingplatz bringen und abholen. Dafür erhält man z.B. in Hannover eine Schlafgelegenheit, die 300m vom Eingang entfernt ist. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Stellplatzverfügbarkeit – lediglich zur Agritechnica und zur IAA Nutzfahrzeuge empfiehlt sich vorab eine Reservierung, ansonsten stehen in der Regel ausreichend Plätze zur Verfügung, wurde mir gesagt.
Für etwas mehr Geld findet man über airbnb auch saubere Privatzimmer, oftmals auch noch unmittelbar vor der Messe. Klar, dann kann das Team nicht gemeinsam in einem Messehotel übernachten, aber dafür liegen diese Zimmer oft näher an der Messe als das gemeinsame Messehotel. Nach 9 Stunden auf dem Messestand ein wichtiges Kriterium, insbesondere wenn die Messe länger dauert.  Es laugt einfach aus, wenn das Team schon um 7.00 Uhr vom Messehotel abreißen muss und erst um 20.00 Uhr wieder ins Messehotel zurückkommt. Damit ist der Campingplatz nicht nur für das Unternehmens-Budget eine preislich sehr interessante Alternative zu den Hotels in der ferneren Umgebung. Und ein gemeinsames Barbecue auf dem Campingplatz erzeugt wahrscheinlich mehrGemeinschaftsgeühl als der Absacker an der Hotelbar.

Während der Platz in Hannover nur zu ausgewählten Messen geöffnet hat, ist der in Düsseldorf auf dem Parkplatz P1 ganzjährig geöffnet und bietet für 30 Euro inkl. Strom – zumindest zu einzelnen Veranstaltungen – all die Serviceangebote, auf die man in Hannover verzichten muss.

Auch andere Messegelände bieten – zumindest für einzelne Veranstaltungen – Campingmöglichkeiten an, die allerdings z.T. noch spartanischer ausgelegt sind, z.B. Stuttgart, Frankfurt und zur bauma auch München. Alternativ stehen aber an allen Messeplätzen in Deutschland auch die regulären Campingplätze als kostengünstige Alternative zur Verfügung, die dann allerdings nicht mehr den Vorteil der Lage in direkter Nähe zum Messegelände bieten.