Die Food Metapher

„…Denn wie kann man Informationen noch greifbarer machen als Sie
zu spüren, zu schmecken, zu riechen, zu hören oder zu sehen.
Wir, die Vergölst GmbH, sprechen Ihnen für
diese Meisterleistung unseren Dank aus.“

Bei sehr vielen Präsentationen, auf dem Messestand, verwenden wir seit 2002 eine FoodMetapher, um die Informationen der Kunden mit allen Sinnen zu kommunizieren, begreifbar zu machen und zu verankern.

Auf der Messe wenden sich die Standnachbarn dann mit der Bemerkung an uns: „Na das ist aber ein toller Zufall, dass diese Nahrungsmitteleigenschaft genau den Produktnutzen unterstreicht und hervorhebt.“ Es ist kein Zufall, sondern ein Wesenszug der FoodMetapher.

Die Erfahrung der Kunden hat auch gezeigt, dass die FoodMetapher ein wunderbarer Aufhänger ist, für das Telefonat nach der Messe. Am Besten funktioniert dies, wenn der Einsatz der FoodMetapher in einem Messetraining vom Team eingeübt wurde.

Was ist eine FoodMetapher.

Sie alle kennen sprachliche Metaphern wie z.B. leeres Stroh dreschen, das Recht mit Füßen treten oder die Viererkette ist nur noch ein Perlchen. Bei der FoodMetapher wird eine assoziative Verbindung von einer Nahrungsmitteleigenschaft zu einem Produktnutzen geknüpft. Diese Assoziation wird dann sprachlich und haptisch über das Lebensmittel vermittelt.

Wie sieht sowas in der Praxis aus? Zwei Beispiele.

Die Kupferrohrhersteller auf der ISH

Eine Kupferrohrhersteller führte ein, mit einem Schaumstoffschlauch, isoliertes Kupferrohr auf dem Markt ein. Der Nutzen war der Zeitgewinn bei der Installation, da der Schaumstoffschlauch nicht mehr nachträglich aufgeschoben werden mußte. Außerdem war die Isolierung besser als bei herkömmlichen Produkten.

Markteinführung war die Messe ISH. Das Grundmotto des Standes lautete „Baustelle“ mit entsprechendem Standdesign. Zielpublikum waren Entscheider der Baubranche.

Wie könnte für diese Anforderung die FoodMetapher aussehen?

Möglicherweise haben Sie Lust sich spontan eine auszudenken? … vielleicht bei einer duftenden Tasse Kaffee. Die von uns entwickelte FoodMetapher wurde im Rahmen der Messeshow eingesetzt um eine Brücke zum Vertrieb zu schlagen. Als FoodMetapher wurde ein Hot Dog verwendet, also ein Würstchen umhüllt von einem langen Brötchen. Die Mitarbeiter nutzten diese FoodMetapher, nach einem entsprechenden Messetraining, auch zur Gesprächseröffnung:

MA: Ich hoffe Sie bekommen keine heißen Finger, das Würstchen im Brötchen ist sehr heiß.
K: Kein Problem, außen ist es kühl.
MA: Ja, Innen heiß und Außen kühl, das ist genau eine Eigenschaft von unserem neuen Produkt XXX, dem vorisolierten Kupferrohr ….

Sie sehen, eine FoodMetapher besteht aus zwei Teilen, dem Nahrungsmittel und dem Text, der eine sprachliche Brücke zu einem Produktnutzen baut. Beim vorhergehenden Beispiel wurde ein Hot Dog verwendet weil,

  • dieser die thermischen Eigenschaften des Produktes wiederspiegelt.
  • dieser den Produktaufbau haptisch begreifbar machte. Innen Rohr – Außen Isolierung.
  • das Rohr(Wurst) bereits werkseitig vorisoliert(Brötchen) ist. Genau wie beim HotDog.
  • dieser zur Erfahrungswelt der Zielgruppe gehört.
  • dieser in der Hand verspeist wird und dadurch die „Isolierung“ haptisch erfahrbar war.
  • dieser einfach zu produzieren ist.
  • dieser ein verblüffendes witziges Sinnbild des Produktes ist.
  • Servicegeste + Produkterklärung

Ja schön und gut… aber das mit dem Hot Dog war doch naheliegend. Ich habe komplexere Produkte…

 … zum 2.ten Teil des Artikels