Podcast : 5. Teil des Interviews mit Prof. Luppold


 

MK: Konnten Sie bei diesem Modell auch nachvollziehen, wie diese Brücke zum Vertrieb dann auf der Messe stattgefunden hat?

PL: Das war erkennbar, auch dadurch, dass der Messestand auch ein sehr intelligentes Design hatte und die verschiedenen Kernzielgruppen ansprach also zum Beispiel den Handwerker, der eine Wahrnehmung hat, die sehr über das selbst Erlebte geht, also auch haptisch, der geht an einen Sicherungsschalter ran und schraubt den rein und auch wieder raus und wenn das sehr einfach geht, ist er begeistert, aber eben auch den Stadtplaner oder Architekten, der über Designelemente und über integrierte Informationssysteme erkennen kann, welchen Nutzen er vielleicht bei seinen nächsten Projekten hat. Und die Beiden werden zusammengeführt, in der Mitte eines Standes um ihnen auf derselben Ebene plötzlich die Vision zu vermitteln, dass das Unternehmen tatsächlich eine Lösung für die Zukunft hat, einen Entwurf, das ist faszinierend und das ist natürlich schon die hohe Kunst der Messekommunikation. Also aus meiner Sicht.

MK: Da haben Sie völlig Recht. Und Sie haben das Buch „Mobile Marketing auf Messen“ veröffentlich. Das ist ja auch ein Element dieser hybriden Messekonzepte. Wie integriert sich Mobile Marketing in ein hyprides Messekonzept?

PL: Mit Mobile Marketing haben wir einen Bereich aufgegriffen, der nicht ganz unbekannt ist, der aber auf Messen noch keine große Rolle spielt. Die Möglichkeit mit den sogenannten Mobile Devices, mit unseren Telefonen, unseren iPhones, unseren mobilen Gadgets mehr zu tun als nur zu telefonieren oder Spiele zu machen, eben zum Beispiel auch eine Interaktion am Messestand.

Da gibt es sehr viele in der Theorie auch bereits entwickelte Konzepte. Uns ging es darum, darzustellen, dass man technologisch schon die Möglichkeit hat, zusätzlich zu den bekannten Kommunikationsformen, etwa einem Besucher die Möglichkeit zu schaffen, sich ganz spezifisch zu informieren,  auch spielerisch mit bestimmten Themen umzugehen.

Mobile Marketing soll dabei nicht nur helfen, die bestehende Technik zu nutzen, sondern auch in dieser Form der Interaktion eine Tür zu öffnen, die es erlaubt, einem Besucher die Kommunikationsmöglichkeit mit einem Nichtmenschen zu schaffen.  Das heißt, dass also derjenige, der zufällig am Stand vorbeikommt,  trotzdem interagieren kann – das tut er dann mit dem Computer des ausstellenden Unternehmens

 

… zum 6.ten Teil des Interviews mit Prof. Luppold.